2015 - RaR

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2015

Solo
Ok, kommt doch . . . 

nach Stau und Sonnenschein beim Grillen am Freitag hatten wir die Wettervorhersage wieder verdrängt. Es war ja die Tage vorher auch großartig gewesen, doch eigentlich sollte es ja am Wochenende "nicht so gut werden". Kaum, dass wir nach dem Essen noch vorm Zelt saßen, zog der Himmel zu! Das Gebläse wurde immer stärker angeworfen und langsam begann der Regen; . . . . das hatten wir doch schon mal!
Die letzten Mitglieder unserer 8er Solo-Starter-Parzelle konnte nur noch im Zelt essen und die Gesichter wurden immer länger. 
 
Zeitig ins Bett, das miese Wetter verschlafen und bei Sonnschein aufwachen und alles ist GUT!

 So sollte es werden!     Und es kam ganz anders . . . .
 
Am Morgen tatsächlich helle Freude, weil der Himmel fast schön war. Doch immer wieder zogen bedrohliche Wolkenfelder auf, - Ungewissheit machte sich breit. 
Dann kamen wieder die Läufer, die uns die Strecke trocken laufen sollten. Doch gerade als die Hoffnung auf einen reibungslosen Start des 24 Stunden Rennens aufkeimten, fing das Inferno an. Die meisten Läufer mussten am weitesten und höchsten Punkt sein als der Sturm-Hagel-Regen-Wolkenbruch lospeitschte. Arme Schweine.
Schnell machte dann die Nachricht die Runde, Verschiebung des Startes auf 16 Uhr, Gefahr vor schweren Sturmböhen. Wir wieder ab ins Bett, es gab nichts für uns zu tun. Ne Stunde vorher aufgestanden, Essen gekocht und ungläubig in den Himmel geschaut, so richtig besser wurde es nicht. Dann die erneute Verschiebung auf 20 Uhr, die zwar Verständnis unsererseits bekam, aber das Aus für die Runden-Wettkämpfe bedeuten sollte; man haben die z.T. - verständlicherweise - getobt!



Und so gegen 18 Uhr flaute der Wind wirklich deutlich ab, der Regen hörte allmählich auf und wir haben langsam wirklich an einen Start geglaubt. Mittlerweile ausgeschlafen und langsam doch wieder voller Tatendrang wurde erneut gekocht und die Räder für die Nacht klar gemacht, denn die Dunkelheit sollte schon bald beginnen. 
Die Unruhe stieg, ungeduldig wurde auf die Uhr geschaut: " Da . . . , da fährt einer auf die Nordschleife!"

Die Einfahrt war von unserem Platz aus, gut zu sehen. Hmm . . . , warum eigentlich nicht, auf Platzierungen sind wir eh nicht aus, wir wollen fahren, endlich fahren! Die Bilder dokumentieren unsere Freude angesichts dieser wunderschönen, ersten, gemeinsamen und nahezu einsamen Runde auf der Nordschleife. Sie dokumentieren auch, es war um 19 Uhr bereits bitter kalt!

Mein Setup war gut gewählt, denn die nächsten 200 km bis zum Sonnenaufgang habe ich nur an der Hohen Acht angehalten, um Verpflegung zu mir zu nehmen. Es lief richtig gut! 
Trotz durchschwitzter Klamotten wurde mir auf den Abfahrten nie kalt, und für den langen Weg zur hohen Acht konnte ich genug kurzzeitig ausziehen. Dazu kam die dezente Wolkendecke, die verhinderte, dass die Temperaturen ins bodenlose abrutschten.
Zur Morgenröte wurde unser Lager vollends wach. Die Geschichten der Nacht wurden ausgetauscht, das Rad umgebaut, Klasmotten umgezogen, gefrühstückt. . . , dann ging es in den wunderbaren Morgen.
Noch einmal 100 km dazu, dann haben wir vor dem Kontrollschluss unsere Segel gestrichen. Nicht mehr alle wollten oder konnten noch weiter fahren und ob man 12 oder 14 Runden fährt, meinen bisherigen Rekord  (16 Runden) oder gar den Traum der 20 Runden, das konnte ich in diesem Jahr eh nicht schaffen. Früher angefangen und früher aufgehört! Damit bin ich mit meinen 11 gewerteten Runden mit der dritt kürzesten Zeit aller diesjährigen 24 Stunden Fahrer über die Ziellinie gefahren.
Beim Losfahren hörten wir den Stadionsprecher noch, die Namen der Finisher vorlesen.
Und dann war es vorbei!

Hmm schon wieder keine letzte Runde mit den Jungs, die wunderbare erste zählt nicht (DOCH)!

Also nächstes Jahr wieder kommen, 
dann passt alles, 
das Wetter, die Konstitution, die Träume . . . 

Dann, dann brauchen wir auch nicht wieder zu kommen . . . 

Ein Ringgeist
 
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